Interessant für Architekten, Bauherren + Projektsteuerer


Markthalle real Krefeld

Pilotstandort für ein neues Markthallen-Konzept mit umfassender Gastronomie

Eckdaten

Auftraggeber

real GmbH

Standort

Hafelsstraße 200, 47809 Krefeld

Gebäudetyp

SB-Warenhaus mit Markthalle und Gastronomie

Bruttogrundfläche

ca. 18.000 m²

Investitionssumme TGA

ca. 5.600.000 €

Leistungsphasen HOAI

1–9

Fertigstellung

November 2016

Besonderheit

In Zusammenarbeit mit Wilberg Architekten GmbH, Köln

Die Herausforderung

Im real SB-Warenhaus in Krefeld-Fischeln sollte erstmals das neue Markthallen-Konzept von real realisiert werden – ein deutlich anspruchsvolleres Nutzungsprofil als im klassischen SB-Warenhaus. Die ursprüngliche Verkaufsfläche musste komplett umgestaltet und mit großflächigen Gastronomiebereichen sowie einem stark erweiterten Frischesortiment kombiniert werden. Um den innenliegenden Sitzplatzbereich gruppieren sich eine Handwerksbäckerei, eine Kaffeerösterei, eine Konditorei, eine Sushi-, Frische- und Austernbar sowie Gastronomiebereiche mit Pizzakuppelofen, Kohlegrill und Flammwandofen. Hinzu kamen Kochschule und Schulungsräume. Jeder dieser Bereiche stellt eigene, teils sehr spezielle Anforderungen an Lüftung, Hygiene und Medienversorgung.

Die Markthalle real Krefeld hat die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des neue Markthallen-Konzepts unter Beweis gestellt. Die umweltfreundliche CO₂-Kältetechnik, die intelligente MSR-Kopplung und die pragmatischen Bau-im-Bestand-Lösungen haben gezeigt, dass ein so vielfältiges Nutzungskonzept technisch stabil und energieeffizient zu betreiben ist.

Unsere Lösung

ITGB hat die komplette technische Gebäudeausrüstung geplant und die unterschiedlichen Nutzungsbereiche in einem energieeffizienten Gesamtkonzept verknüpft. Für die Kopplung aller Systeme sorgt eine nach Vorgaben von ITGB programmierte MSR-Technik, die die sehr unterschiedlichen Bedarfe zwischen Gastronomie, Frischesortiment und klassischem Verkauf ausbalanciert. Erstmals wurde hier eine umweltfreundliche CO₂-Gewerbekälteanlage (R744) als Boostersystem mit Parallelverdichtung eingesetzt. Um aufwendiges Schlitzen der bestehenden Bodenplatte zu vermeiden, kam für die Kondensatwasserentsorgung der Kühlmöbel eine Sauganlage zum Einsatz – eine pragmatische Lösung, die Bauzeit und Kosten erheblich reduziert hat. Für die Kunden wurden Strom-Ladestationen am Gebäude installiert, wofür die Mittelspannungsanlage im laufenden Betrieb erneuert werden musste.

Schnittstellen & Koordination

Die Vielzahl der gastronomischen Anlagen – vom Flammwandofen bis zur Sushi-Bar – erforderte eine besonders sorgfältige Koordination aller Gewerke und eine enge Abstimmung mit der Architektur (Wilberg Architekten GmbH, Köln) sowie den Gastronomie-Konzeptgebern. ITGB hat die TGA so geplant, dass Lüftung, Kälte und Elektroversorgung sauber zu den jeweiligen Betriebsformen passen, und hat Schnittstellen zwischen Bauherr, Architektur und Anlagenherstellern aktiv gesteuert.

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Weitere Referenzen