
Interessant für Bauherren + Projektsteuerer, Energieverantwortliche
E-Center Tübingen
Trinkwasserhygiene und Abwärmenutzung im Fokus
Eckdaten
Auftraggeber
EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH
Standort
Eugenstraße 74, 72072 Tübingen
Gebäudetyp
Einzelhandel / Einkaufszentrum mit Tiefgarage
Bruttogrundfläche
ca. 14.600 m²
Investitionssumme TGA
ca. 2.100.000 €
Leistungsphasen HOAI
1–8
Fertigstellung
Juni 2014
Besonderheit
Umbau bei laufendem Geschäftsbetrieb
Die Herausforderung
Ein in die Jahre gekommener Marktkauf mit Tiefgarage sollte bei laufendem Geschäftsbetrieb zu einem modernen Einkaufszentrum mit E-Center umgebaut werden. Zwei Themen standen dabei besonders im Fokus: Zum einen musste die Trinkwasserhygiene durch eine grundlegende Sanierung der zentralen Warmwasserbereitung langfristig sichergestellt werden, zum anderen sollten die Heizkosten des Gebäudes durch Integration der Abwärme aus der gewerblichen Kälteanlage deutlich gesenkt werden. Die eigentliche Schwierigkeit lag darin, alle Umbaumaßnahmen durchzuführen, ohne den täglichen Verkaufsbetrieb und das Einkaufserlebnis der Kunden zu stören.
Unsere Lösung
ITGB hat die komplette technische Gebäudeausrüstung neu geplant und koordiniert. Zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene wurde die zentrale Warmwasserbereitung umfassend saniert und das Löschwasser vom Trinkwassernetz entkoppelt. Kernstück der energetischen Sanierung ist die Einbindung der Abwärme aus der gewerblichen CO₂-Kälteanlage in die Gebäudeheizung. Dieses Zusammenspiel aus Wärmerückgewinnung und gebäudetechnischer Optimierung reduziert den Heizwärmeverbrauch des E-Centers um mehr als 70 Prozent. Weitere Optimierungen an Lüftung, Regelung und Verteilsystemen sorgen für einen nachhaltig niedrigen Betriebsenergiebedarf.
Das Projekt hat sich als Blaupause bewährt: Es war der Auftakt für eine Vielzahl ähnlich konzipierter Umbauprojekte, die ITGB bis heute für die EDEKA Südwest realisiert hat.
Schnittstellen & Koordination
Der Umbau bei laufendem Geschäftsbetrieb erforderte eine präzise Taktung aller Gewerke und eine ständige Abstimmung mit Betrieb, Gebäudemanagement und Nutzern. ITGB hat dabei als zentrale Koordinationsstelle fungiert und alle TGA-Arbeiten so getaktet, dass die Verkaufsflächen durchgängig nutzbar blieben. Die enge Verzahnung von Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung hat sich als entscheidend erwiesen, um die Termine bei maximaler Betriebssicherheit einzuhalten.













